Statistik zur Kinderbetreuung bei Kleinkindern

Entgegen dem steigenden Bedarf an Kinderbetreuung auch für Kleinkinder unter drei Jahren, ist, laut einer Umfrage in der „Apotheker Umschau“, die Mehrheit der Deutschen noch immer gegen eine frühe Kinderbetreuung durch Fremde. Mit 63,3 Prozent, äußerten fast zwei Drittel der Befragten, dass Kleinkinder bis zum vollendeten ersten Lebensjahr zu Hause betreut werden sollten. Nur 21 Prozent waren der Meinung, dass es Babys nicht schade, wenn sie in einer Kindergrippe, oder alternativ von einer Tagesmutter betreut werden. Die „Apotheker Umschau“ ist eine kostenlose, monatlich erscheinende Zeitung, die Informationen zu Volkskrankheiten, deren Symptome und Vorbeugungen liefert. Sie liegt in allen Apotheken zur kostenlosen Mitnahme aus. Und darin dürfte wohl auch die fehlende Übereinstimmung der Befragung mit dem steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen für Kleinkinder liegen. Denn während nur ein kleiner Teil der Menschen unter vierzig Jahren regelmäßig in Apotheken einkaufen muss und ein noch kleinerer Teil davon sich in dem Alter schon genug für Krankheitssymptome interessiert, um die Zeitung regelmäßig zu lesen, trifft das auf die ältere Generation fast zu hundert Prozent zu. Wenn jedoch, wovon auszugehen ist, die Umfrage hauptsächlich von Senioren mitgemacht wurde, deren Erziehung und Erfahrungen ihnen ein völlig anderes Gesellschaftsbild vermittelt haben, kann wohl kaum von einer „repräsentativen Umfrage“, wie die „Apotheker Umschau“ behauptet, die Rede sein. Gerade die Flexibilität von Tagesmüttern eignet sich sehr gut um zu testen, wann Eltern und ihr Kind für eine Fremdbetreuung bereit sind.

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