Familie noch immer größtes Handicap für Beruf

Zwei neue Untersuchungen der IG Metall zeigen, dass gerade junge Arbeitnehmer schwer unter der noch immer bestehenden Unvereinbarkeit von Beruf und Familie zu leiden haben. Für die Studien wurden 4000 verschiedene Betriebsräte und 1000 junge Angestellte über ihre Zukunftsperspektiven befragt. Eines der Hauptprobleme ist, dass bereits jeder 2. Berufstätige unter 35 Jahren nur noch einen befristeten Arbeitsvertrag hat. Dadurch ist es ihnen unmöglich langfristig zu planen. Junge Arbeitnehmer mit Kind haben es besonders schwer eine neue Arbeit zu finden und wenn sie es schaffen, beides zu bewältigen. Das liegt vor allem an dem zu geringen Angebot an Betreuungsplätzen für Vorschulkinder. Nur bei 38 Prozent aller Firmen ist die Unterbringung der Kinder durch betriebliche Kinderbetreuung oder zusätzliche Hilfen wie Ferienbetreuungsangebote möglich. Von den Eltern, die nach der Geburt ihres Kindes die rechtlich garantierte Elternzeit in Anspruch nehmen, erhalten nur 62 Prozent im Anschluss daran wieder ihren ursprünglichen Arbeitsplatz. Für die meisten von Ihnen bedeutet das eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und nicht selten auch ein geringerer Lohn. Zwar ist Familienfreundlichkeit ein gern genutztes Schlagwort vieler Firmen, doch in der Praxis wird bei der Überstundenregelung, der Kinderbetreuung und vor allem bei der notwendigen Flexibilität zur Familienbetreuung nur wenig Rücksicht auf Eltern genommen.

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