Archiv der Kategorie: Wissenswertes

Der richtige Weg zu guten Noten

Nur die wenigsten Kinder kommen ohne lernen zu guten Zensuren und noch weniger von ihnen lernen freiwillig. Wie alles im Leben muss auch das richtige und vor allem regelmäßige lernen erst gelernt werden. Dies wird allerdings erschwert, sobald ein Kind einen Teil des Unterrichtsstoffes nicht verstanden hat. Kann die Wissenslücke nicht geschlossen werden, fehlt oft die Grundlage für die folgenden Themen. Da Kinder die verschiedenen Fächer mit unterschiedlicher Geschwindigkeit begreifen, hat fast jedes Schulkind mehrfach mit diesem Problem zu kämpfen. Aufgrund der wachsenden Anforderungen und der Berufstätigkeit der meisten Eltern, sind diese nicht immer in der Lage ihren Kindern das Versäumte zu vermitteln. Deshalb erhält inzwischen rund jedes dritte Kind in Deutschland privaten Nachhilfeunterricht. Welche Art der Nachhilfe die beste für ein Kind ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Jedes Kind lernt unter anderen Umständen besser. Während die Einen sehr vom lernen in Kleingruppen, wie es oft in Nachhilfeinstituten angeboten wird, profitieren, begreifen andere Kinder besser, wenn ein Nachhilfelehrer sich nur mit ihnen beschäftigt. Eltern sollten aber auch beachten, dass nicht nur der oder die engagierten Lehrer gut sind, auch das Umfeld, die Atmosphäre in der ein Kind lernt, ist wesentlich für den Lernerfolg. Druck und daraus resultierender Stress blockieren die Lernfähigkeit und sollte deshalb weitestgehend vermieden werden. Als Alternative kann vor der Entscheidung für eine professionelle Nachhilfe, auch erst einmal eine der vielen angebotenen Lernsoftwaren ausprobiert werden. Diese sind in der Regel auf das Alter der Kinder abgestimmt und so aufgebaut, dass Kinder Spaß beim lernen haben – was noch immer der beste Garant für den Lernerfolg ist.

Verbraucherzentrale kritisiert Kinder-Werbung

Verbraucherschützer haben erneut die Kinderwerbung kritisiert und härtere Regeln gefordert. Die bisherigen Selbstverpflichtungen der Konzerne zeigten keine „ausreichende Wirkung“, wie der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) in Berlin bemängelte. Vor allem die Lebensmittelwerbung ist, nach Meinung von Ernährungs- und Lebensmittelexperten, irreführend und verunsichert die Eltern. „Die Verhaltensregeln der deutschen Werbewirtschaft [sollte] konkretisiert und vor allem überwacht werden“, mahnt der VZBV in einer Stellungnahme an. Vorstandsmitglied Gerd Billen fordert: „Wir brauchen einen klaren Rahmen, ein anständiges Monitoring und wirkungsvolle Sanktionen bei Fehlverhalten“. Besonders Kinder sind stark gefährdet, da sie sehr schnell auch falsche Verhaltensweisen, die ihnen durch die Werbung suggeriert werden, lernen und übernehmen. Sie sind aufgrund fehlender Erfahrung noch nicht in ausreichendem Maße in der Lage, Werbebotschaften von Tatsachen zu unterscheiden. Eine aktuelle Studie der Hamburger Universität zeigt, dass trotz der Selbstverpflichtung der Unternehmen, bei ihrer Werbung auf angemessene Grenzen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen zu achten, seit 2007 mehr Fernsehwerbung in Kinderprogrammen gezeigt wird, als je zuvor. Deren Anteil stieg allein in den letzten drei Jahren von 14,5 auf 18,5 Prozent an. Eine größer werdende Rolle bei der zielgerichteten Kinder-Werbung spielt das Internet. So drucken immer mehr Firmen Web-Adressen für kostenlose Kinderspiele auf Süßwaren und Spielzeug, worauf Kinder leicht emotional reagieren und sich dadurch zum Kauf anregen lassen. Auf gesunde und Kindgerechte Zusammensetzung der Waren achten die Firmen dagegen wenig. Große Mengen an Fett und Zucker in sogenannten Kinder-Lebensmitteln sind in der Herstellung billig – und für die Kinder extrem schädlich. Daran wird sich auch nichts ändern, so lange es keine Vorschriften gibt, an die sich die Unternehmen halten müssen. Das die freiwillige Selbstverpflichtung nicht funktioniert, haben die vergangenen drei, vier Jahre bewiesen.

Thüringen testen erfolgreich Betreuungsgeld für Eltern

Das Bundesland Thüringen testet seit fünf Jahren ein Betreuungsgeld für Eltern, dass derzeit auf Bundesebene heftig umstritten ist. Demnach haben Eltern in Thüringen die Wahl. Pro Kind erhalten Eltern 150 Euro Erziehungsgeld. Dieses erhalten Eltern ab dem zweiten Lebensjahr, nach Auslaufen des Elterngeldes. Wer sein Kind bis zu fünf Stunden täglich in einer Krippe, einer Kita oder bei einer Tagesmutter versorgen lässt, erhält trotzdem noch 50 Prozent des Erziehungsgeldes. Trotz der Befürchtungen, dass dies als „Fernhalteprämie“ gesehen und genutzt werden könnte, stieg die Zahl der in Pflege gegebenen Kinder um rund 28 Prozent. Allerdings musste die Erfurter Grünenpolitikerin, Anja Siegesmund, auch zugeben, dass es Fälle gab, in denen Eltern ihre Kinder von der Kinderbetreuung abgemeldet haben, um das Geld zu erhalten. Genaue Daten gibt es darüber nicht. Für Familienministerin Kristina Schröder ist das Modell eine Alternative zu ihren bisherigen Plänen. Schröder: „Wir haben mehrere bestehende Länderregelungen im Blick, ausdrücklich auch das thüringische Erziehungsgeld.“ Auch die Sprecherin der Frauen der CDU, Rita Pawelski, hält dies für machbar. Pawelski: „Das Thüringer Modell wäre für mich eine gute Alternative. Es würde bedeuten, dass die Kinder fünf Stunden in eine staatlich geförderte Kita gehen können.“ Das beträfe allerdings nur die Kinder der Eltern, die bereits jetzt Kindergärten für gut befinden. Den Kindern bildungsferner Eltern, die eigentlich durch eine Betreuung in Kitas am stärksten profitieren würden, wäre damit nicht geholfen.

Mutter in den USA erwartet 20. Kind

In den USA erwartet eine 45-jährige Frau inzwischen bereits ihr 20. Kind. „Es gibt immer Platz für ein Weiteres“, erklärte die werdende Mutter, Michelle Duggar in einem Interview durch den Fernsehsender NBC. Die religiöse Großfamilie ist in den USA sehr bekannt, wo sie eine eigene Familienwebsite, einen Blog und mehrere Bücher vertreiben. Auch spezielle Tipps für Eltern auf DVD’s, werden seit ein paar Jahren durch die vielfachen Eltern angeboten. Die Kinder der Familie sind zwischen einem und 23 Jahren alt und es gibt bereits die ersten Enkelkinder. Das eine weitere Schwangerschaft problematisch werden könnte, glaubt Michelle Duggar nicht, da sie sich gesund ernährt und viel Sport treibt: „Ich bin so gut in Form wie seit 20 Jahren nicht mehr.“

Familie noch immer größtes Handicap für Beruf

Zwei neue Untersuchungen der IG Metall zeigen, dass gerade junge Arbeitnehmer schwer unter der noch immer bestehenden Unvereinbarkeit von Beruf und Familie zu leiden haben. Für die Studien wurden 4000 verschiedene Betriebsräte und 1000 junge Angestellte über ihre Zukunftsperspektiven befragt. Eines der Hauptprobleme ist, dass bereits jeder 2. Berufstätige unter 35 Jahren nur noch einen befristeten Arbeitsvertrag hat. Dadurch ist es ihnen unmöglich langfristig zu planen. Junge Arbeitnehmer mit Kind haben es besonders schwer eine neue Arbeit zu finden und wenn sie es schaffen, beides zu bewältigen. Das liegt vor allem an dem zu geringen Angebot an Betreuungsplätzen für Vorschulkinder. Nur bei 38 Prozent aller Firmen ist die Unterbringung der Kinder durch betriebliche Kinderbetreuung oder zusätzliche Hilfen wie Ferienbetreuungsangebote möglich. Von den Eltern, die nach der Geburt ihres Kindes die rechtlich garantierte Elternzeit in Anspruch nehmen, erhalten nur 62 Prozent im Anschluss daran wieder ihren ursprünglichen Arbeitsplatz. Für die meisten von Ihnen bedeutet das eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und nicht selten auch ein geringerer Lohn. Zwar ist Familienfreundlichkeit ein gern genutztes Schlagwort vieler Firmen, doch in der Praxis wird bei der Überstundenregelung, der Kinderbetreuung und vor allem bei der notwendigen Flexibilität zur Familienbetreuung nur wenig Rücksicht auf Eltern genommen.